Eine Obstipation ist mehr als nur ein seltener Stuhlgang. Betroffene
können unter hartem Stuhl, starkem Pressen, unvollständiger Entleerung,
Bauchbeschwerden oder einem deutlich veränderten Ausscheidungsverhalten
leiden.
Gerade bei älteren und pflegebedürftigen Menschen können mehrere
Einflussfaktoren zusammenkommen. Dazu gehören eingeschränkte Bewegung,
eine ungeeignete Flüssigkeits- oder Ballaststoffzufuhr, Schmerzen,
Erkrankungen, veränderte Tagesabläufe und Medikamente, die die
Darmtätigkeit beeinflussen können.
Obstipationsprophylaxe bedeutet deshalb nicht, vorsorglich Abführmittel
zu geben. Zunächst müssen Gewohnheiten, Beschwerden, mögliche Ursachen
und individuelle Risiken beobachtet und fachlich eingeordnet werden.
Regelmäßige Bewegung, eine passende Trinkmenge, verträgliche Ernährung,
ausreichend Zeit und eine ungestörte Toilettensituation können die
natürliche Darmentleerung unterstützen. Welche Maßnahmen geeignet sind,
hängt jedoch immer von der gesundheitlichen Situation des einzelnen
Menschen ab.
Dieser Fachbeitrag zeigt Pflegekräften und pflegenden Angehörigen, wie
sich mögliche Anzeichen erkennen lassen, welche vorbeugenden Maßnahmen
im Alltag sinnvoll sein können und wann pflegefachliche oder ärztliche
Hilfe erforderlich ist.